Rhabarbersirup aus dem Backofen

Stämmige, fleischige Stängel, ausladendes Blattwerk – majestätisch steht der Rhabarber im Garten und auf dem Feld. Ab April liefert er uns die erste fruchtige Ernte aus heimischem Anbau, und mir die Hauptzutat für meinen Rhabarbersirup. Da freue ich mich schon das ganze Frühjahr drauf. Soll ich euch das Rezept verraten?

Rhabarbersirup – natürlich hausgemacht

Bei Rhabarber denken viele nur an seinen sauren Geschmack, der schon mal die Zunge pelzig werden lässt. Aber nicht so bei diesem Sirup. Der Trick dabei: Eine Orange nimmt dem Rhabarber seine Säure und gibt dem Sirup gleichzeitig ein feines Aroma.
Ihr werdet überrascht sein, wie lecker und erfrischend Rhabarber so zubereitet schmecken kann. Dabei macht der Sirup kaum Arbeit, denn der Rhabarber schmurgelt alleine im Backofen vor sich hin.

Für etwa 600 ml
1 kg Rhabarber
1 Bio-Orange
200 g Zucker

Und sonst
saubere Flasche (600 ml Inhalt oder 2 kleine Flaschen à 300 ml)

Den Backofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen. Den Rhabarber waschen, putzen und die Fäden abziehen. Die Stangen dann in 3–4 cm lange Stücke schneiden und in einem Bräter oder einer großen Auflaufform verteilen. Die Orange heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale in einer langen Spirale dünn abschälen und den Saft auspressen.

Orangenschale, Zucker und 300 ml Wasser in einem Topf aufkochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Den Orangensaft dazugießen und den Sirup (samt Orangenschale) über die Rhabarberstücke gießen.

Den Deckel auf den Bräter legen oder die Form mit Alufolie abdecken. Den Rhabarber im Ofen (Mitte) 35–40 Minuten garen.

Danach den Rhabarber in ein feines Sieb abgießen und gut abtropfen lassen, den Sirup auffangen. Den Rhabarber im Sieb wirklich nur ganz sachte ausdrücken (sonst wird der Sirup trüb). Den Sirup sofort in die heiß ausgespülte Flasche füllen, verschließen und abkühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert ist er etwa 3 Monate haltbar.

Mamas Tipp
Mit stillem oder spritzigem Mineralwasser aufgegossen ist der Rhabarbersirup ein wunderbarer Durstlöscher. Meist gebe ich noch eine Handvoll Eiswürfel mit ins Glas, diese Kühle bekommt der Schorle sehr. Und ein ganz besonderer Genuss ist ein Glas Sekt mit einem Schuss Rhabarbersirup!
Übrigens, schon beim Kauf gibt die Farbe der fruchtig-sauren Stangen Auskunft über ihren Geschmack: Je rotfleischiger, desto milder sind sie.